CDU-Fraktion lehnt den Antrag zur Neufestsetzung der Kita-Gebühren ab
Des einen Freud‘ – des andern Leid
Die CDU-Fraktion Griesheim spricht sich entschieden gegen den von den
Kooperationsfraktionen SPD-Grüne-Linke und der WGG vorgelegten Antrag
zugunsten einer Neufestsetzung der Kita-Gebühren aus. Insbesondere die
vorgesehene Veränderung bei den Gebühren bzgl. der Neuverteilung der finanziellen Belastung für Krippe und Kindergarten halten wir für sozial unausgewogen und familienpolitisch falsch.
Während nach dem vorgelegten Antrag (AG/2026/0002 - einsehbar im Infosystem zur Stadtpolitik, Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport vom 07.05.2026) die Gebühren im Krippenbereich teilweise reduziert werden sollen, drohen gleichzeitig höhere Belastungen für Familien mit Kindergartenkindern. Aus Sicht der CDU-Fraktion entsteht dadurch eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung vieler Eltern.
Christine Hamm-Meurer, Mitglied des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Sport erläutert hierzu: „Die Betreuung der Kinder zwischen ein und drei Jahren ist deutlich aufwändiger, als die Betreuung der Ü3-Kinder. Und dieser Mehraufwand wäre nach dem Willen der Kooperationsfraktionen und der WGG von den Eltern der Kinder zu tragen, deren Betreuung weniger Aufwand bedeutet. Dem können wir uns nicht anschließen, gerade in Hinblick auf die bereits heute mit steigenden Lebenshaltungskosten und hohen Mieten belasteten Familien. Familien brauchen Verlässlichkeit und faire Rahmenbedingungen. Wer auf der einen Seite entlastet und auf der anderen Seite stärker belastet, schafft keine soziale Gerechtigkeit.“
Gerade Familien mit mehreren Kindern oder mittleren Einkommen stehen zunehmend unter Druck. Bildung und Betreuung dürfen grundsätzlich nicht vom Geldbeutel abhängen. Eine ausgewogene und transparente Gebührenstruktur, die durchaus diskutiert werden kann und dabei alle Familien im Blick behält, sollte weiterhin maßgebend sein.
Zudem kritisiert die CDU-Fraktion, dass die geplanten Änderungen ohne ausreichenden Dialog mit Eltern und Betroffenen vorbereitet worden seien. „Entscheidungen mit so großer Tragweite müssen nachvollziehbar, gerecht und gemeinsam mit den Familien und deren Vertretungen, hier insbesondere den
Elternbeiräten, entwickelt werden“, so Hamm-Meurer.
„Die CDU-Fraktion wird sich weiterhin für eine familienfreundliche Politik in Griesheim einsetzen und fordert die antragstellenden Fraktionen auf, den Antrag zurückzuziehen und unter Beteiligung der entsprechend Betroffenen ein Konzept zu erarbeiten“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Ladislaus Boldizar.